Chronik
 

Chronik
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In historischen Dokumenten wird die Gebirgsschützenkompanie im Jahre 1632 erstmals namentlich erwähnt. Sehr wahrscheinlich aber hat die Kompanie, wie viele andere, schon früher bestanden.

Im Schlierach- und Leitzachtal hiessen die Schützenkompanien die Waldecker Schützen, weil sie unter der Herrschaft Hohenwaldeck - Maxlrain - Wallenburg standen. Wegen der Farbe ihrer Röcke nannte man die Schlierseer auch gerne "Grünröcke".


Fahnenweihe 1907

 

Die Oberlandler Gebirgsschützen haben eine alte Tradition. Seit jeher ist ihr Ziel der Heimatschutz sowie die Pflege und Erhaltung unseres angestammten Brauchtums. Schon vor Jahrhunderten schlossen sich die Männer in den Ortschaften zusammen und schützten in Notzeiten die Familien, ihre Habe und ihre Heimat vor plünderdem Räubergesindel, Brandschatzern und Schändern, und nicht zuletzt vor fremden Mächten, die über die Landesgrenzen einfielen.

 

Salutzug

Es war sogar notwendig, dem Priester bei Versehgängen mit dem Allerheiligsten (Antlaß) mit der Waffe Schutz zu geben.

Deshalb ist es heute noch die ehrenvolle Aufgabe der Gebirgsschützen, bei Fronleichnamsprozessionen und anderen kirchlichen Anlässen das Allerheiligste und die Geistlichkeit zu begleiten.

Als im Jahre 1600 Herzog Maximilian wegen der Bedrängung der Landesgrenze eine stärkere Wehrhaftmachung veranlasste, baute er neben dem Militär aus den Schützenbruderschaften, die es alten Aufzeichnungen nach schon im 14. Jahrhundert gab, die Heimatschutzregimenter als Landfahnen- und Gebirgs-schützenkompanien auf.

 

Ihre Aufgabe war es die Paßübergänge und die Grenze in den Bergen zu bewachen und zu verteidigen.

Die Schlierseer Schützen waren im Spitzingseegebiet und an der Tiroler Grenze eingesetzt. Alte Schriftstücke beweisen, dass beim Bartelbauer in Fischhausen für die Schützen eine Wachstube angemietet war.

     

In den Kriegen 1805 bis 1809 an der Ursprung - Bäckeralm waren unsere Männer ebenfalls eingesetzt. Für ihre Tapferkeit und ihre Verdienste wurden damals Dionis Klarer von Leiten, Johann Kirchberger von Eckhart, Josef Rechtaler von Schliersee, Johann Rettenbeck von Au bei Hausham und Josef Stadelberger von Rain ausgezeichnet.

Als nach dem 1870/71 die neue preußische Militärordnung in Deutschland eingeführt wurde, erklärte man die Gebirgsschützenkompanien für nicht mehr notwendig und sie mußten aufgelöst werden.


Jahrtag
     
Einige Kompanien blieben aber Dank der Entschlossenheit ihrer Mitglieder bestehen und hielten die Wehrhaftigkeit im traditionellen Sinne aufrecht. So erhielt sich auch die Gebirgsschützenkompanie Schliersee - Agatharied. Die Zusammengehörigkeit Schliersee und Agatharied seit der Kompaniegründung erklärt sich daraus, dass die damalige Gemeinde Agatharied (seit 1922 Gemeinde Hausham) zur Pfarrei Schliersee gehörte und die Schützen innerhalb eines Pfarrsprengels aufgestellt wurden.
     

Schützenzug in Schliersee

Es war also schon immer in der früher nur unter dem Namen Schliersee geführten Kompanie auch Männer aus Hausham und Agatharied aktiv. Der Kompanie steht eine nach demokratischen Regeln gewählte Hauptmannschaft vor.

Sie besteht aus einem Hauptmann, Oberleutnant, Kompanieschreiber, Zahlmeister, Zeugwart und einem Schützenmeister.

     
Hauptmannchronik
     

In den vergangenen 137 Jahren führten die Kompanie folgende Hauptleute an:

     

Neumüller Johann / 1848 – 1850
Schliersee - Fischhausen

Orterer Michael / 1859 – 1861
Schliersee

Röpfl Josef / 1861 – 1864
Agatharied

Schöfmann Gabriel / 1864 – 1869
Schliersee - Josefstal

Hofberger Georg / 1869 – 1887
Schliersee - Attenberg

Bammer Nikolaus / 1887 – 1890
Schliersee

Hofberger Georg / 1890 – 1914
Schliersee - Attenberg

Stadler Lorenz / 1914 – 1949
Hausham - Nagelbach

Dufner Ludwig / 1949 – 1954
Schliersee - Westenhofen

Leitner Lorenz / 1954 – 1972
z. Weindl

Floßmann Georg / 1972 – 1981
Schliersee - Josefstal

Maier Hans / 1981 – 1993
Hausham

Spring Robert / 1993 – 2002
Schliersee



Ausfelder Michael
Schützenhauptmann seit März 2002